Frühjahrs-Check bei Solaranlagen

Um die Leistung im Sommer zu garantieren, jetzt Anlagen auf mögliche Schäden überprüfen.

Mit dem Frühlingsanfang sollten Anlagenbesitzer ihre Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen überprüfen. Denn mit dem Herbst und Winter einhergehende Witterungen könnten Schäden entstanden sein, die dann im Sommer zu Ertragseinbüßen führen.

Fachhandwerker oder selbst Hand anlegen?

Ein Überwachungssystem bei Fotovoltaikanlagen hält Eigentümer ganz einfach per App am Smartphone oder Tablet über die Stromerträge auf dem Laufenden. Die Daten sind jederzeit abrufbar und mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Auf Störungen weisen Warnmeldungen hin. Ulrich König vom Energieberatungszentrum Stuttgart (EBZ) sagt: „Wenn die Leistung bei ähnlicher Sonneneinstrahlung geringer ist als im vorherigen Jahr, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Geschulte Handwerker überprüfen die Funktionsfähigkeit der Anlage und beseitigen Schäden an der Verglasung, den Befestigungen auf dem Dach sowie den elektrischen Anschlüssen.“ Über einen Wärmemengenzähler können Besitzer solarthermischer Anlagen auch die Erträge mit den Vorjahren vergleichen. Ist kein Wärmemengenzähler vorhanden, können die Besitzer selbst Hand anlegen: Fühlt sich die warme Leitung der Solarthermieanlage wärmer an, als die kalte in der Anlage und die Pumpe funktioniert – dann ist alles in Ordnung und es ist kein Fachhandwerker nötig.

Kosten sparen und reibungslosen Betrieb garantieren

Um zu vermeiden, dass die jährliche Inspektion der Solaranlagen vergessen wird, empfiehlt sich ein Wartungsvertrag. In diesem werden automatische Kontrollen der kompletten Anlage im Rhythmus von ein bis zwei Jahren festgelegt. Die Kosten für einen Frühjahrs-Check können von der Steuer abgesetzt werden.